DIE MANDANTEN I INFORMATION

The­men die­ser Ausgabe
◼ An­scheins­be­weis beim Fir­men­wa­gen ◼ Wirt­schafts­hil­fen: Wei­te­rer KfW-Kre­dit auf­ge­legt ◼ Ver­lust­rück­trag als Liquiditätshilfe

◼ Co­ro­na-Steu­er­hil­fe­ge­setz ◼ Er­leich­te­run­gen bei der Ge­mein­nüt­zig­keit ◼ So­zi­al­schutz-Pa­ket II verabschiedet

Aus­ga­be Nr. 4/2020 (Juli/August)

Sehr ge­ehr­te Man­dan­tin, sehr ge­ehr­ter Mandant,
nach­fol­gend ha­ben wir in die­ser Aus­ga­be wie­der ak­tu­el­le Ur­tei­le und Neue­run­gen aus dem Steu­er- und Wirt­schafts­recht für Sie zusammengestellt.

STEUER- UND WIRTSCHAFTSRECHT

Un­ter­neh­mer

An­scheins­be­weis beim Firmenwagen
Der sog. An­scheins­be­weis, dass ein be­trieb­li­ches Kfz auch pri­vat ge­nutzt wird, kann da­durch wi­der­legt wer­den, dass der Un­ter­neh­mer pri­vat noch ein an­de­res Fahr­zeug be­sitzt, des­sen Sta­tus und Ge­brauchs­wert mit dem des un­ter­neh­me­ri­schen Kfz ver­gleich­bar ist. Ein äl­te­rer Mer­ce­des Benz C 280 T (Bau­jahr 1997), der pri­vat ge­nutzt wird, ist mit ei­nem Fiat Do­blo Easy 2.0 16V Mul­ti­jet (Bau­jahr 2012), der sich im Be­triebs­ver­mö­gen be­fin­det, un­ter die­sen Ge­sichts-punk­ten ver­gleich­bar, so dass für den Fiat kei­ne Pri­vat­nut-zung als Ent­nah­me an­ge­setzt wer­den muss.

Hin­ter­grund: Die Pri­vat­nut­zung ei­nes be­trieb­li­chen Kfz wird als Ent­nah­me ver­steu­ert, und zwar mit 1 % des Brut­to­lis­ten­prei­ses des Kfz pro Mo­nat, wenn kein ord­nungs­ge­mä­ßes Fahr­ten­buch ge­führt wird. Al­ler­dings ist zu prü­fen, ob über­haupt eine Pri­vat­nut­zung des Kfz er­folgt ist. Fi­nanz­ver­wal­tung und Recht­spre­chung ge­hen hier von ei­nem sog. An­scheins­be­weis aus, d. h. grund­sätz­lich spricht die all­ge­mei­ne Le­bens­er­fah­rung da­für, dass ein be­trieb­li­ches Fahr­zeug auch pri­vat ge­nutzt wird. Al­ler­dings kann die­ser An­scheins­be­weis wi­der­legt werden.

Sach­ver­halt: Die Klä­ge­rin war eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft (KG), de­ren al­lei­ni­ger Kom­man­di­tist der X war. X war al­lein­ste­hend und hat­te kei­ne Kin­der. Zum Be­triebs­ver­mö­gen der KG ge­hör­te im Jahr 2013 ein Fiat Do­blo Easy 2.0 16V Mul­ti­jet (Kas­ten­wa­gen), der mit fünf Sit­zen aus­ge­stat­tet war, aber kein sog. Werk­statt­wa­gen war. Die hin­te­ren Fens­ter wa­ren also nicht ver­blen­det, und der Wa­gen hat­te auch kei­ne Ein­bau­ten für Werk­zeu­ge. Der Fiat war im Jahr 2012 neu an­ge­schafft wor­den; der Brut­to­lis­ten­preis be­trug 18.500 €. X be­saß pri­vat ei­nen Mer­ce­des Benz C 280 T mit Erst­zu­las­sung Juli 1997, den er im Jahr 2004 er­wor­ben hat­te. Der Wert des Mer­ce­des hat­te im Jahr 1997 um­ge­rech­net ca. 45.000 € be­tra­gen. Das Fi­nanz­amt ging von ei­ner Pri­vat­nut­zung des Fiat aus und setz­te als Ent­nah­me 2.220 € an, näm­lich 1 % von 18.500 € x 12 Mo­na­te. Hier ge­gen wehr­te sich die Klägerin.

Ent­schei­dung: Das Nie­der­säch­si­sche Fi­nanz­ge­richt (FG) gab der da­ge­gen ge­rich­te­ten Kla­ge statt:

◼ Eine Pri­vat­nut­zung des Fiat im Jahr 2013 stand nicht fest. Zwar spricht der An­scheins­be­weis da­für, dass ein be­trieb­li­ches Kfz auch pri­vat ge­nutzt wird. Die­ser An­scheins­be­weis gilt im Grund­satz auch für ei­nen Kas­ten­wa­gen wie hier für den Fiat Do­blo, wenn die­ser nicht als Werk­statt­wa­gen aus­ge­baut ist, son­dern als Fünfsitzer.
◼ Der An­scheins­be­weis kann da­durch er­schüt­tert wer­den, dass dem Steu­er­pflich­ti­gen für pri­va­te Fahr­ten ein nach Sta­tus und Ge­brauchs­wert ver­gleich­ba­res Fahr­zeug zur Ver­fü­gung steht. Es gibt dann kei­nen nach­voll­zieh­ba­ren Grund, das be­trieb­li­che Kfz für Pri­vat­fahr­ten zu nut­zen. Selbst wenn das pri­va­te Fahr­zeug mit dem be­trieb­li­chen Fahr­zeug nicht ver­gleich­bar ist, kann der An­scheins­be­weis umso leich­ter er­schüt­tert wer­den, je ge­rin­ger der Un­ter­schied zwi­schen den bei­den Fahr­zeu­gen ist.
◼ Der Mer­ce­des Benz C 280 war vom Sta­tus und Ge­brauchs­wert her mit dem Fiat Do­blo vergleichbar.
◼ Un­ter dem Sta­tus ist das „Pres­ti­ge“ zu ver­ste­hen, das bei ei­nem Mer­ce­des Benz hö­her ist als bei ei­nem Fiat. Hier­für spricht auch der hohe Neu­wa­gen­preis des Mer­ce­des, der im Jahr 1997 ca. 45.000 € be­trug, wäh­rend der Fiat le­dig­lich rund 20.000 € kostete.
◼ Der Ge­brauchs­wert rich­tet sich nach Kri­te­ri­en wie Mo­tor­leis­tung, Hub­raum, Höchst­ge­schwin­dig­keit und Aus­stat­tung. Der Mo­tor des Mer­ce­des war deut­lich leis­tungs­stär­ker als der des Fiat. Das Raum­an­ge­bot war gleich­wer­tig, da es sich bei bei­den Kfz um Fünf­sit­zer han­del­te. Nur beim Kof­fer­raum­vo­lu­men lag der Fiat vor dem Mer­ce­des. Die sons­ti­ge Aus­stat­tung war beim Mer­ce­des hö­her­wer­ti­ger, je­doch äl­ter. Un­be­acht­lich ist, dass der Mer­ce­des auf­grund sei­nes Al­ters re­pa­ra­tur­an­fäl­li­ger war. Denn der An­scheins­be­weis ist umso leich­ter er­schüt­tert, je ge­rin­ger die Un­ter­schie­de zwi­schen den bei­den Fahr­zeu­gen ausfallen.

Hin­wei­se: Der An­scheins­be­weis gilt nicht bei sol­chen Kfz, die ty­pi­scher­wei­se nur be­trieb­lich ge­nutzt wer­den, z. B. Werk­statt­wa­gen (Kas­ten­wa­gen) mit Ver­blen­dung der hin­te­ren Fens­ter und Ein­bau­ten, Last­wa­gen, Zugmaschinen.
Von der Ent­nah­me auf­grund der Pri­vat­nut­zung ei­nes be­trieb­li­chen Kfz zu un­ter­schei­den ist die Über­las­sung ei­nes Dienst­wa­gens an ei­nen Ar­beit­neh­mer auch zur pri­va­ten Nut­zung; beim Ar­beit­neh­mer schei­det der An­satz ei­nes geld­wer­ten Vor­teils aus, wenn ihm die Pri­vat­nut­zung aus­drück­lich un­ter­sagt ist.

Wei­te­rer KfW-Kre­dit aufgelegt

Am 15.4.2020 ist der sog. KfW-Schnell­kre­dit 2020 ge­star­tet. Er rich­tet sich an Un­ter­neh­men mit mehr als zehn Mit-ar­bei­tern und tritt ne­ben die bis­he­ri­gen KfW-Programme.
Der KfW-Schnell­kre­dit 2020 um­fasst im Kern fol­gen­de Maßnahmen:
Un­ter der Vor­aus­set­zung, dass das Un­ter­neh­men in der Sum­me der Jah­re 2017 – 2019 oder im Jahr 2019 ei­nen Ge­winn er­zielt hat, soll ein Schnell­kre­dit für An­schaf­fun­gen (u. a. Ma­schi­nen und Aus­stat­tung) und lau­fen­de un­ter­neh-me­ri­sche Kos­ten, z. B. für Mie­te, Ge­häl­ter oder Wa­ren­la­ger, mit fol­gen­den Eck­punk­ten ge­währt werden:

◼ Der Kre­dit steht mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men mit mehr als zehn Be­schäf­tig­ten zur Ver­fü­gung, die min­des­tens seit 1.1.2019 am Markt ak­tiv sind.
◼ Das Kre­dit­vo­lu­men pro Un­ter­neh­men be­trägt bis zu 25 % des Ge­samt­um­sat­zes im Jahr 2019, ma­xi­mal 800.000 € für Un­ter­neh­men mit ei­ner Be­schäf­tig­ten­zahl über 50 Mit­ar­bei­tern, ma­xi­mal 500.000 € für Un­ter­neh­men mit ei­ner Be­schäf­tig­ten­zahl bis ein­schließ­lich 50 Mitarbeitern.
◼ Der Soll­zins be­trägt 3,00 % p. a. (Stand: 28.5.2020).
◼ Das Un­ter­neh­men darf zum 31.12.2019 nicht in Schwie­rig­kei­ten ge­we­sen sein und muss zu die­sem Zeit­punkt ge­ord­ne­te wirt­schaft­li­che Ver­hält­nis­se aufweisen.
◼ Die Lauf­zeit be­trägt bis zu zehn Jah­re. Auf Wunsch wer­den zu Be­ginn bis zu zwei til­gungs­freie Jah­re gewährt.
◼ Die Bank er­hält eine Haf­tungs­frei­stel­lung in Höhe von 100 % durch die KfW, ab­ge­si­chert durch eine Ga­ran­tie des Bundes.
◼ Die Kre­dit­be­wil­li­gung er­folgt ohne wei­te­re Kre­dit­ri­si­ko­prü­fung durch die Bank oder die KfW. Der Kre­dit­neh­mer haf-tet zu 100 % für die Rückzahlung.
Hin­wei­se: Zu­sätz­lich zum KfW-Schnell­kre­dit 2020 kön­nen Sie auch Zu­schüs­se der So­fort­hil­fe­pro­gram­me des Bun­des und der Län­der nut­zen (s. hier­zu die letz­te Aus­ga­be un­se­rer Man­dan­ten-In­for­ma­ti­on), so­weit die För­de­rung ins­ge-samt un­ter 800.000 € (Ge­samt­nenn­be­trag) pro Un­ter­neh­men bleibt.
Den KfW-Schnell­kre­dit kön­nen Sie spä­tes­tens am 31.12.2020 ab­schlie­ßen. Bis zu die­sem Zeit­punkt kön­nen Sie kei­nen wei­te­ren KfW-Kre­dit beantragen.
Ein Wech­sel vom KfW-Son­der­pro­gramm 2020 (sie­he hier-zu die Aus­füh­run­gen un­se­rer letz­ten Man­dan­ten-In­for­ma­ti­on) zum KfW-Schnell­kre­dit ist aus­ge­schlos­sen. Aus­ge­schlos­sen ist auch eine Ku­mu­lie­rung mit In­stru­men­ten des Wirt­schafts­sta­bi­li­sie­rungs­fonds oder mit den Pro­gram­men der Bürg­schafts­ban­ken, die we­gen der Co­ro­na­kri­se er­wei­tert wurden.
Ver­lust­rück­trag als Liquiditätshilfe
Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um (BMF) er­mög­licht Un­ter­neh­mern, die von der Co­ro­na-Kri­se be­trof­fen und noch nicht für den Ver­an­la­gungs­zeit­raum (VZ) 2019 ver­an­lagt wor­den sind, auf An­trag die nach­träg­li­che Her­ab­set­zung der Vo-raus­zah­lun­gen zur Ein­kom­men- oder Kör­per­schaft­steu­er für 2019 durch ei­nen sog. pau­scha­len Ver­lust­rück­trag in Höhe von 15 % der Ein­künf­te, die der Fest­set­zung der Vor­aus­zah­lun­gen für 2019 zu­grun­de ge­legt wur­den. Vor­aus­set­zung ist, dass sich für 2020 vor­aus­sicht­lich ein Ver­lust er­ge­ben wird. Nor­ma­ler­wei­se kann ein im Jahr 2020 ent­stan­de­ner Ver­lust erst nach Ab­schluss der Ver­an­la­gung für 2020 nach 2019 rück­ge­tra­gen werden.
Kern­aus­sa­gen des BMF:
◼ An­trags­be­rech­tigt sind von der Co­ro­na-Kri­se be­trof­fe­ne Steu­er­pflich­ti­ge mit Ge­winn­ein­künf­ten (Ein­künf­te aus Ge­wer­be­be­trieb, selb­stän­di­ger Ar­beit oder Land- und Forst­wirt­schaft) oder Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Verpachtung.
◼ Von ei­ner Be­trof­fen­heit durch die Co­ro­na-Kri­se ist aus­zu­ge­hen, wenn die Vor­aus­zah­lun­gen zur Ein­kom­men- oder Kör­per­schaft­steu­er für 2020 be­reits auf Null her­ab­ge­setzt wor­den sind.
◼ Der pau­scha­le Ver­lust­rück­trag be­trägt 15 % der Ein­künf­te, die für die Vor­aus­zah­lun­gen für 2019 zu­grun­de ge­legt wor­den sind. Ma­xi­mal darf sich der pau­scha­le Ver­lust-rück­trag auf 1 Mio. € be­lau­fen, bei Ehe­gat­ten auf 2 Mio. €.
◼ In­fol­ge des pau­scha­len Ver­lust­rück­trags wer­den die Vor­aus­zah­lun­gen für 2019 neu be­rech­net und an­tei­lig erstattet.
Bei­spiel: U ist Un­ter­neh­mer und hat für 2019 Ein­kom­men­steu­er-Vor­aus­zah­lun­gen in Höhe von 25.000 € auf der Grund­la­ge er­war­te­ter Ein­künf­te in Höhe von 100.000 € ent­rich­tet. Im März 2020 muss er sein Un­ter­neh­men we­gen der Co­ro­na-Kri­se bis auf Wei­te­res schlie­ßen; er er­war­tet für 2020 ei­nen ho­hen Ver­lust. U kann nun zwei An­trä­ge stellen:
◼ Zum ei­nen kann er die Her­ab­set­zung der Vor­aus­zah­lun­gen für 2020 auf Null be­an­tra­gen. So­weit U be­reits die Vor­aus­zah­lung für das I. Quar­tal 2020 ent­rich­tet hat, wird ihm die­se Zah­lung erstattet.
◼ Zum an­de­ren kann er ei­nen pau­scha­len Ver­lust­rück­trag in Höhe von 15.000 € in das Jahr 2019 vor­neh­men, näm­lich 15 % der für die Vor­aus­zah­lun­gen 2019 zu­grun­de ge­leg­ten Ein­künf­te von 100.000 €. Das Fi­nanz­amt be­rech­net nun die Vor­aus­zah­lun­gen für 2019 neu, in­dem es nur noch 85.000 € statt der 100.000 € Ein­künf­te für die Be­rech­nung der Vor­aus­zah­lun­gen zu­grun­de legt. Er­gibt sich auf­grund die­ser Be­rech­nung eine Ge­samt­vor­aus­zah­lung für 2019 in Höhe von 21.000 €, wer­den dem U Vor­aus-zah­lun­gen in Höhe von 4.000 € er­stat­tet, da er be­reits 25.000 € für 2019 ge­leis­tet hat.
Soll­te es dem Un­ter­neh­men im Ver­lauf des Jah­res wie­der bes­ser ge­hen und es doch ei­nen Ge­winn für 2020 er­wirt-schaf­ten, muss der Un­ter­neh­mer die Er­stat­tung der Vor­aus­zah­lun­gen für 2019 wie­der zurückzahlen.
Co­ro­na-Steu­er­hil­fe­ge­setz
Der Bun­des­tag hat am 28.5.2020 mit dem sog. Co­ro­na-Steu­er­hil­fe­ge­setz wei­te­re steu­er­li­che Hil­fen im Zu­sam­men-hang mit der Co­ro­na-Kri­se ver­ab­schie­det. Ne­ben ei­nem er­mä­ßig­ten Steu­er­satz für be­stimm­te Gas­tro­no­mie-Um­sät­ze ent­hält das Ge­setz eine Frei­stel­lung für Zu­schüs-se des Ar­beit­ge­bers zum Kurz­ar­bei­ter­geld und eine ge­setz-li­che Grund­la­ge für den sog. Co­ro­na-Bo­nus i. H. von 1.500 €.
Die wich­tigs­ten Regelungen:

Er­mä­ßig­ter Steu­er­satz für die Gas­tro­no­mie: Der Um­satz-steu­er­satz für Re­stau­rant- und Ver­pfle­gungs­dienst­leis­tun-gen wird – zeit­lich be­fris­tet – von 19 % auf 7 % ge­senkt. Dies gilt nicht für Ge­trän­ke, für die der Steu­er­satz wei­ter­hin 19 % be­trägt. Die Sen­kung gilt für den Zeit­raum vom 1.7.2020 bis 30.6.2021, also für ein Jahr.

Hin­weis: Die Sen­kung soll ins­be­son­de­re Gas­tro­no­mie­be­trie­ben hel­fen, die nun bei un­ver­än­der­ten Prei­sen ei­nen hö­he­ren Net­to­be­trag be­hal­ten kön­nen, näm­lich rund 11 %. Der er­mä­ßig­te Steu­er­satz gilt auch für Ca­fés, Flei­sche­rei­en oder Ca­te­ring-Be­trie­be, so­weit die ver­kauf­ten Spei­sen bis­lang dem Steu­er­satz von 19 % unterlagen.

Zu­schüs­se zum Kurz­ar­bei­ter­geld: Ent­spre­chend der so­zi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Be­hand­lung wer­den Zu­schüs­se des Ar­beit­ge­bers zum Kurz­ar­bei­ter­geld und zum Sai­son-Kurz­ar­bei­ter­geld bis 80 % des Un­ter­schieds­be­tra­ges zwi-schen dem Soll-Ent­gelt und dem Ist-Ent­gelt steu­er­frei ge-stellt. Die Steu­er­be­frei­ung gilt für Lohn­zeit­räu­me vom 1.3.2020 bis zum 31.12.2020, also für zehn Monate.

Hin­wei­se: So­weit die Zu­schüs­se seit März 2020 der Lohn­steu­er un­ter­wor­fen wur­den, kön­nen die Lohn­steu­er­an­mel­dun­gen kor­ri­giert wer­den. Die steu­er­frei­en Zu­schüs­se un­ter­lie­gen dem Pro­gres­si­ons­vor­be­halt und er­hö­hen da­mit den Steu­er­satz für die steu­er­pflich­ti­gen Einkünfte.

Co­ro­na-Bo­nus: Der mit ei­nem Schrei­ben des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums im April 2020 ein­ge­führ­te steu­er­freie „Co­ro­na-Bo­nus“ für Ar­beit­neh­mer in Höhe von bis zu 1.500 € wird nun auf eine ge­setz­li­che Grund­la­ge ge­stellt. Da­mit sind Zah­lun­gen i. H. von bis zu 1.500 € jähr­lich steu­er­frei, wenn der Bo­nus an die Ar­beit­neh­mer zu­sätz­lich zum oh­ne­hin ge­schul­de­ten Ar­beits­lohn im Zeit­raum vom 1.3.2020 bis 31.12.2020 auf­grund der Co­ro­na-Kri­se ge­zahlt wird. Eine Ge­halts­um­wand­lung ist we­gen des Er­for­der­nis­ses der zu­sätz­li­chen Zah­lung nicht möglich.

Hin­weis: Das Ge­setz muss noch den Bun­des­rat pas­sie­ren. Soll­ten sich Än­de­run­gen er­ge­ben, wo­von der­zeit (Stand: 2.6.2020) nicht aus­zu­ge­hen ist, wer­den wir berichten.

Alle Bei­trä­ge sind nach bes­tem Wis­sen er­stellt. Eine Haf­tung für den In­halt kann je­doch nicht über­nom­men werden.